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BNE Auszeichnung Kommune 2016

 

UNESCO-Weltaktionsprogramm

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Umweltbildungszentrum Licherode

Vorschaubild

Lindenstr. 14
36211 Alheim OT Licherode

Telefon (05664) 94860

Homepage: www.schullandheim-licherode.de

 

Vorreiter für eine ganzheitliche und kindgerechte Umweltbildung

Das Ökologische Schullandheim und Tagungshaus Licherode, gelegen im 170-Seelen-Dorf Alheim-Licherode in Nordhessen, ist ein bundesweit tätiges Umweltbildungszentrum, an dem alljährlich ca. 3.000 Kinder und rund 1.000 Akteure der Umweltbildung Umweltbildungswochen und Seminare zu Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung verbringen. Das Umweltbildungszentrum Licherode wurde von der UNESCO bereits fünfmal als offizielles Projekt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Das Gebäude des Schullandheims ist eine über 240 Jahre alte denkmalgeschützte Hofreite, die 1994 bauökologisch, energiesparend und behindertengerecht restauriert wurde und heute 60 Betten, Tagungsräume, Werkstätten etc. beherbergt. In dem großzügigen Freigelände wurden in den letzten Jahren viele kreative Projektideen für sinnlich-spielerische Naturerfahrung umgesetzt.

Im Zuge der Präsentation als bundesdeutsches Modellprojekt bei der Weltausstellung EXPO wurde in Licherode ein bauökologisch konsequenter Expo-Pavillon errichtet, der heute für Seminare und Tagungen zur Verfügung steht.  Umgeben ist der Pavillon von „Unserland“, einer ökologischen Lern- und Erlebnislandschaft für Kinder, die als Experimentierfeld und Ideenpool für naturnahe und kindgerechte Flächengestaltung dient.

Licherode verwirklicht ein ganzheitlich ökologieorientiertes Grundkonzept unter bewusster Einbeziehung des regionalen Umfelds - und das mit wirtschaftlichem Erfolg. Die 9.000 Übernachtungen, die das Umweltzentrum jährlich zu verzeichnen hat, stellen im eher strukturschwachen Nordhessen einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor dar. Hinzu kommt, dass die Küche des Schullandheims die Lebensmittel für die regional-vollwertige Verpflegung der Gästegruppen so weit wie möglich direkt bei Öko-Erzeugern der Region und bei Landwirten in und um Licherode bezieht.  

‚Den Wald mit allen Sinnen erleben’ steht in Licherode ebenso auf dem außerschulischen Lehrplan wie Buttermachen, Solarbasteln, Teicherkundung oder Biolandbau. Lernort ist nicht das Klassenzimmer, sondern es sind Erlebnisorte wie Feuchtbiotope, Waldareale, Werkstätten und Bauernhöfe.

Ca. 500 meist ehrenamtlich Tätige wie z. B. Revierförster, Landwirte, Handwerker, Künstler und Naturschützer unterstützen die Umweltpädagogen bei ihrer Arbeit. Die Expertise von Menschen mit besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten wird somit ganz gezielt in die außerschulische Bildungsarbeit eingebunden.

Seit der Präsentation als Projekt der Weltausstellung EXPO 2000 leistet Licherode über die Beteiligung an bundesweit bedeutsamen Forschungs- und Pilotprojekten Licherode einen greifbaren Beitrag zur Konkretisierung des Begriffs "Bildung für nachhaltige Entwicklung".  Diese Tendenz hat sich im Zuge der Beteiligung an der UN-Dekade noch ganz erheblich verstärkt.

So führt Licherode u. a Modellversuche „Senioren als Umwelttrainer für Kinder und Jugendliche“, "Bildungsregion Energie" und "Regional-biologische Schulverpflegung" durch. Licheröder Bildungsangebote wie die "Solarwoche", das "Besser-Esser-Konzept“ oder der "Umwelttrainerschein für Senioren" haben bundesweit Beachtung gefunden.

Getragen wird das Umweltbildungszentrum Licherode von einem gemeinnützigen Trägerverein, der weitgehend ohne öffentliche Zuschüsse auskommen muss. Der Verein beschäftigt zurzeit 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich 13 ganze Stellen teilen. Nur zwei dieser Stellen werden öffentlich finanziert.

Licherode ist heute bundesweit Vorbild für Umweltbildungseinrichtungen und berät auch vergleichbare Einrichtungen in anderen Bundesländern.

 

 


Aktuelle Meldungen

Große Resonanz auf das 2. Reparatur-Café

(01.02.2016)

Reparieren macht Spaß

 

„Das freut mich so!“ strahlt das ältere Ehepaar aus Bebra und präsentiert stolz die heiß geliebte Lampe, die wieder funktioniert. Sie sind zwei von rund 30 Gleichgesinnten aus der Region, die sich am Donnerstag, 28.01.2016 im Haus der Generationen getroffen haben, um gemeinsam zu fachsimpeln, zu schrauben und zu reparieren.

 

Auf den Tischen lagen die unterschiedlichsten Gegenstände: Von der Fernbedienung über Lampen und alte Radios bis hin zu Kuriositäten wie einem Golfball-Server. Drei ehrenamtliche Helfer - Uwe Kamper, Dennis Long und Volker Horn - standen mit Rat und Tat zur Verfügung, oft halfen sich die Besucher aber auch gegenseitig. Nicht alle Geräte funktionierten am Ende wieder, bei einigen wurde die Fachwerkstatt empfohlen, andere waren ein Fall für die Tonne. Dennoch waren die Gäste des Reparatur-Cafés zufrieden: „Ich habe in jedem Fall was dazu gelernt und gute Tipps erhalten“, bestätigte eine Teilnehmerin aus Bebra bei einer Tasse Kaffee „nächstes Mal komme ich wieder“. Sehr beeindruckend war, dass nicht nur Teilnehmer aus Alheim zu dieser Veranstaltung gekommen waren – es waren sogar Gäste aus Ludwigsau, Bad Hersfeld, Neuenstein und Weiterode nach Alheim gekommen, die einen sehr eindrucksvollen Nachmittag erleben durften.

 

Die Organisatorinnen der Kooperations-Veranstaltung – Bianca Schmidt von der Gemeinde Alheim und Lena Heilmann vom Umweltbildungszentrum Licherode – freuten sich über die vielen Interessenten und den regen Austausch, der sich unter ihnen entwickelte. „Die Idee des Reparatur-Cafés, die ja aus den Städten kommt, findet auch auf dem Land Anhänger“. Dies bestätigten auch Andrea Hildenhagen und Kurt Staufenberg vom Neuensteiner Reparatur-Café, die ebenfalls nach Alheim gekommen waren. Immer mehr Menschen schätzen die nachhaltige Idee des gemeinsamen Reparierens, die auch dazu beiträgt, die Menge des anfallenden Elektro-Schrotts zu verringern, was somit auch einen Beitrag für die Ressourcenschonung und den Klimaschutz darstellt.

 

Der nächste Termin steht bereits fest: Am 14. April von 16 -18 Uhr steht dann das Fahrrad im Mittelpunkt des Reparatur-Cafés. Hierzu möchten wir schon jetzt herzlich einladen.

 

[Berichterstattung auf Osthessen News]

Foto zu Meldung: Große Resonanz auf das 2. Reparatur-Café