Ehrenbürger F.C. Gundlach

Ehrenbürgerschaft

Ehrenbürger F.C. Gundlach trägt sich

ins Goldene Buch der Gemeinde Alheim ein;

von links: Gemeindevertretungsvorsitzender Jörg-Uwe Meister,

Ehrenbürger F.C. Gundlach, Bürgermeister Georg Lüdtke

 

Biografie von F.C. Gundlach

 

FC GundlachDas photographische Interesse von F.C. Gundlach, geboren 1926 in Heinebach/Hessen, wurde schon als Zehnjähriger geweckt. Eine Agfa Box sowie eine Dunkelkammer im eigenen Zimmer hatte er bereits 1938.


Nach dem Kriegsabitur 1943 ist er zunächst Luftwaffenhelfer in Kassel und wird 1944 zum Wehrmachtsdienst einberufen. Im Anschluss an Kriegsgefangenschaft und Lazarett-Aufenthalt rekonvalesziert er bis 1947 in einer Lungenheilanstalt.


Nach der Ausbildung an einer privaten Lehranstalt für Photographie bei Rolf W. Nehrdich arbeitet er von 1949-1952 als Assistent in verschiedenen Studios in Wiesbaden, Stuttgart (bei Ingeborg Hoppe) und Paris (u.a. bei Harry Meerson).

1952 wird er in Stuttgart freiberuflicher Photograph mit ersten Veröffentlichungen in Illustrierten (Theater- und Filmreportagen).

 

 

 

 

Seine Spezialisierung auf Modephotographie im journalistischem Stil begann 1954 mit der Arbeit für die Zeitschrift  "Film und Frau".


Nach Hamburg übersiedelte er 1956 und intensivierte seine Zusammenarbeit mit "Film und Frau", arbeitete aber auch für den "Stern", die "Quick" und zahlreiche Filmillustrierte. Als erster unternahm er zu dieser Zeit Mode- und Reportagereisen in den Nahen, Mittleren und Fernen Osten, sowie nach Mittel- und Südamerika.


Ab 1963 hatte er einen Exklusiv -Vertrag mit der Zeitschrift "Brigitte", für die er die trendsetzenden Modeteile (bis zu 40 Seiten pro Heft) photographierte.


Zahlreiche Location-Reisen führen ihn in den siebziger und achtziger Jahren nach Afrika, aber vor allen Dingen nach New York und an die amerikanische Westküste.

Modephotographien sagen mehr über eine Zeit aus als Dokumentarphotographien, die vorgeben, Realität abgebildet zu haben. Als Modephotograph, der sich des aufzeichnenden Mediums für seine Inszenierungen bedient, muss der Photograph in der Zeit leben, denken und fühlen.


Modephotographien sind immer Interpretationen und Inszenierungen.


Die Modebilder sind bis ins kleinste Detail gestylt, sie reflektieren und visualisieren den Zeitgeist der jeweiligen Zeit und antizipieren denjenigen von morgen. Sie bieten Projektionsflächen zur Identifikation an, aber auch für Träume, Wünsche und Sehnsüchte.

F.C. Gundlach photographierte immer nur Menschen - meist gestylte Models - und setzte sie als Medien seiner Sichtweise von Mode und Zeit in Szene.


Sein Werk, seine Sicht der Dinge sind öffentlich; jedermann kann Zugriff darauf haben und daran teilhaben: Das Werk repräsentiert seine Sichten, die Person tritt zurück.

Um bessere Bedingungen für Photographen in Hamburg zu schaffen, gründet er 1967 CC  (Creative Color GmbH) und bald darauf die Firma PPS (Professional Photo Service) mit s/w- und Farb-Laboren, Equipment-Handel, Rent-Service, Mietstudios und Fachbuchhandlung.


1975 erweitert er das Unternehmen um die PPS Galerie F.C. Gundlach, eine der ersten Photogalerien Deutschland.

Die retrospektiv angelegte Ausstellung ModeWelten (1985) wird in vielen deutschen und ausländischen Museen gezeigt. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit Arbeit ist er als Kurator tätig (1998 Emotions and Relations, Galerie der Gegenwart Hamburg).

1988 Berufung als Professor an die Hochschule der Künste Berlin.

1993 gründet er den Arbeitskreis Photographie Hamburg e.V. und wird zugleich dessen erster Vorsitzender. Diverse Ausstellungen (Menschenbilder in Hamburg, das deutsche Auge, Wohin kein Auge reicht) und Symposien.

1999 ”1. Triennale der Photographie” und

 

2002 ”2. Triennale der Photographie” in Hamburg.

2000 Gründung der "Stiftung F. C. Gundlach"; Berufung der Freien Akademie der Künste Hamburg.

Seit 2000 Vorsitzender des Kuratoriums Deutsches Centrum für Photographie.

Mitgliedschaften


Ehrungen


Sammlungen


Einzelausstellungen


Ausstellungsbeteiligung (Auswahl)


Quelle: www.fcgundlach.de

Professor Gundlach ist eine herausragende Persönlichkeit, dessen Wirken bis in die Gegenwart in verschiedensten Medien (u. a. in Fernsehberichten zuletzt „Bilderbogen“ des HR, Kultursendung „ttt“ des ZDF) auch für die Bewohner seiner Heimatgemeinde stets lebendig geblieben ist. In guter Erinnerung ist auch noch die von ihm selbst in Heinebach präsentierte Sonderausstellung „Die Pose als Körpersprache“ seiner bekanntesten Kunstwerke der Fotografie vom 30.10. bis 14.11.2004 . Mit 82 Jahren wirkt er noch unermüdlich für die Fotographie. So hat er in den vergangenen Jahren verstärkt an seiner Biographie gearbeitet, die in diesem Jahr erschienen ist und sein Lebenswerk darstellt.

Wo immer er sich rund um den Globus aufhielt, sprach und spricht er stets gern über seine Heimatgemeinde Alheim - Heinebach zu der ihn auch noch zahlreiche Kontakte verbinden (u. a. mit dem Verein für Fotografie und Kultur Alheim).

 

Pressebericht

 

Als Dank und Anerkennung wurde F. C. Gundlach am 30.10.2008 als Ehrenbürger der Gemeinde Alheim auf Grundlage eines Beschlusses der Gemeindevertretung mit folgendem Wortlaut: „Die Gemeinde Alheim würdigt das Engagement von F. C. Gundlach bis ins hohe Alter für seine Heimatgemeinde, die er nie vergessen hat. Als Anerkennung seiner besonderen Verdienste, die er sich um das Wohl seiner Heimatgemeinde erworben hat, verleiht die Gemeindevertretung der Gemeinde Alheim Herrn Professor Franz Christian (genannt F. C.) Gundlach die Ehrenbürgschaft der Gemeinde Alheim, gemäß § 28 Abs. 1 HGO“ ausgezeichnet.


Die Auszeichnung wurde im Rahmen einer Ausstellungseröffnung „F.C. Gundlach – Das fotografische Werk“ im Rathaus der Gemeinde Alheim überreicht.