Schriftgröße ändern:
normal  groß  größer 
 
 

Siegel DNP 2016_1

 

 

BNE Auszeichnung Kommune 2016

 

UNESCO-Weltaktionsprogramm

Teilen auf Facebook   Drucken
 

Ehrenbürger F.C. Gundlach

Ehrenbürgerschaft

Ehrenbürger F.C. Gundlach trägt sich

ins Goldene Buch der Gemeinde Alheim ein;

von links: Gemeindevertretungsvorsitzender Jörg-Uwe Meister,

Ehrenbürger F.C. Gundlach, Bürgermeister Georg Lüdtke

 

Biografie von F.C. Gundlach

 

FC GundlachDas photographische Interesse von F.C. Gundlach, geboren 1926 in Heinebach/Hessen, wurde schon als Zehnjähriger geweckt. Eine Agfa Box sowie eine Dunkelkammer im eigenen Zimmer hatte er bereits 1938.


Nach dem Kriegsabitur 1943 ist er zunächst Luftwaffenhelfer in Kassel und wird 1944 zum Wehrmachtsdienst einberufen. Im Anschluss an Kriegsgefangenschaft und Lazarett-Aufenthalt rekonvalesziert er bis 1947 in einer Lungenheilanstalt.


Nach der Ausbildung an einer privaten Lehranstalt für Photographie bei Rolf W. Nehrdich arbeitet er von 1949-1952 als Assistent in verschiedenen Studios in Wiesbaden, Stuttgart (bei Ingeborg Hoppe) und Paris (u.a. bei Harry Meerson).

1952 wird er in Stuttgart freiberuflicher Photograph mit ersten Veröffentlichungen in Illustrierten (Theater- und Filmreportagen).

 

 

 

 

Seine Spezialisierung auf Modephotographie im journalistischem Stil begann 1954 mit der Arbeit für die Zeitschrift  "Film und Frau".


Nach Hamburg übersiedelte er 1956 und intensivierte seine Zusammenarbeit mit "Film und Frau", arbeitete aber auch für den "Stern", die "Quick" und zahlreiche Filmillustrierte. Als erster unternahm er zu dieser Zeit Mode- und Reportagereisen in den Nahen, Mittleren und Fernen Osten, sowie nach Mittel- und Südamerika.


Ab 1963 hatte er einen Exklusiv -Vertrag mit der Zeitschrift "Brigitte", für die er die trendsetzenden Modeteile (bis zu 40 Seiten pro Heft) photographierte.


Zahlreiche Location-Reisen führen ihn in den siebziger und achtziger Jahren nach Afrika, aber vor allen Dingen nach New York und an die amerikanische Westküste.

Modephotographien sagen mehr über eine Zeit aus als Dokumentarphotographien, die vorgeben, Realität abgebildet zu haben. Als Modephotograph, der sich des aufzeichnenden Mediums für seine Inszenierungen bedient, muss der Photograph in der Zeit leben, denken und fühlen.


Modephotographien sind immer Interpretationen und Inszenierungen.


Die Modebilder sind bis ins kleinste Detail gestylt, sie reflektieren und visualisieren den Zeitgeist der jeweiligen Zeit und antizipieren denjenigen von morgen. Sie bieten Projektionsflächen zur Identifikation an, aber auch für Träume, Wünsche und Sehnsüchte.

F.C. Gundlach photographierte immer nur Menschen - meist gestylte Models - und setzte sie als Medien seiner Sichtweise von Mode und Zeit in Szene.


Sein Werk, seine Sicht der Dinge sind öffentlich; jedermann kann Zugriff darauf haben und daran teilhaben: Das Werk repräsentiert seine Sichten, die Person tritt zurück.

Um bessere Bedingungen für Photographen in Hamburg zu schaffen, gründet er 1967 CC  (Creative Color GmbH) und bald darauf die Firma PPS (Professional Photo Service) mit s/w- und Farb-Laboren, Equipment-Handel, Rent-Service, Mietstudios und Fachbuchhandlung.


1975 erweitert er das Unternehmen um die PPS Galerie F.C. Gundlach, eine der ersten Photogalerien Deutschland.

Die retrospektiv angelegte Ausstellung ModeWelten (1985) wird in vielen deutschen und ausländischen Museen gezeigt. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit Arbeit ist er als Kurator tätig (1998 Emotions and Relations, Galerie der Gegenwart Hamburg).

1988 Berufung als Professor an die Hochschule der Künste Berlin.

1993 gründet er den Arbeitskreis Photographie Hamburg e.V. und wird zugleich dessen erster Vorsitzender. Diverse Ausstellungen (Menschenbilder in Hamburg, das deutsche Auge, Wohin kein Auge reicht) und Symposien.

1999 ”1. Triennale der Photographie” und

 

2002 ”2. Triennale der Photographie” in Hamburg.

2000 Gründung der "Stiftung F. C. Gundlach"; Berufung der Freien Akademie der Künste Hamburg.

Seit 2000 Vorsitzender des Kuratoriums Deutsches Centrum für Photographie.

Mitgliedschaften

  • 1972 Berufung in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) 1976-1996 Vorstandsmitglied der Deutsche Gesellschaft für Photographie
  • 1976-1987 Tätigkeit als Vorstandsmitglied im Bund Freischaffender Fotodesigner (BFF)


Ehrungen

  • 1988 Ernennung zum Ehrenvorstand des  Bund Freischaffender Fotodesigner (BFF)
  • Die Freie und Hansestadt Hamburg ehrte ihn 1991 mit der Verleihung der Senator Biermann-Ratjen-Medaille für Kunst und Wissenschaft.
  • Die Deutsche Gesellschaft für Photographie verlieh ihm zusammen mit Ute Eskildsen, der Kuratorin der Photographischen Sammlung des Folkwang Museums, 1996 die Goldene Ehrennadel der DGPh.
  • 1997 wurde F.C. Gundlach das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen und 1998 erhielt er die "Goldene George-Eastman-Medaille" für hervorragende Verdienste um die deutsche Photographie.
  • 2000 Verleihung einer Ehrenprofessur der "Hochschule der Künste" Hamburg
  • 2000 Berufung als Mitglied der "Freien Akademie der Künste" Hamburg
  • 2001 Kulturpreis der ”Deutschen Gesellschaft für Photographie”
  • 2008 Ernennung zum Ehrenbürger der Gemeinde Alheim
  • 2011 Auszeichnung mit dem Hessischen Kulturpreis


Sammlungen

  • Fotomuseum MünchenMuseum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
  • Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Photographie und Architektur, Berlin
  • Rheinisches Landesmuseum, Bonn
  • Sammlung Max Hetzler, Berlin
  • Sammlung Günther Förg
  • Collection Greg Gorman, Los Angeles
  • Sammlung Bernadette Graesslin, St. Georgen
  • Sammlung Wilhelm Schürmann
  • Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund
  • Sammlung Manfred Heiting


Einzelausstellungen

  • 1951 o.T. Galerie Jean Robert, Paris
  • 1986 ModeWelten (Rheinisches Landesmuseum Bonn; Neue Galerie Kassel; Hochschule der Künste Berlin; 1987 Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; 1988 Kunstverein Frankfurt am Main; Fotoforum Bremen; Kunstverein Erlangen; 1989 Neue Galerie des Johanneums Graz etc.)
  • 1990 Modewelten F.C. Gundlach, Goethe-Institut Paris; Goethe-Institut Nancy; Musee ... Marseille; Rotterdam u.a.O.
  • 1992 Die Geschichte der Pose, , Mois del’image Nancy
  • 1997 Zeitgeist Becomes Form, American Fine Art, New York
  • 1999 Die Pose als Körpersprache, Braunschweig
  • 2000 Die Pose als Körpersprache, Kunstverein Halle Saale
  • 2001 Die Pose als Körpersprache, Moskow House of Photography,
  • 2001 Die Pose als Körpersprache, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek
  • 2001 F.C. Gundlach – A Passion for Photography, Kicken Berlin
  • 2004 Die Pose als Körpersprache, evangelisches Gemeindehaus Alheim  - Heinebach
  • 2008 Das fotografische Werk, Rathaus Alheim - Baumbach


Ausstellungsbeteiligung (Auswahl)

  • 1975 Fotografie 1929-1975, Würtenbergischer Kunstverein Stuttgart
  • 1977 Amerika heute, BFF Hamburg u. Stuttgart
  • 1979 Deutsche Photographie nach 45, Kunstverein Kassel; PPS. Galerie Hamburg
  • 1982 Lichbldnisse – das Portrait in der Photographie, Rheinisches Landesmuseum Bonn
  • 1983/86 Modefotografie der 50er Jahre, PPS. Galerie Hamburg; Galerie 70 Berlin; Nieuwe Kerk Amsterdam u.a.O.
  • 1984 Auftragsfotografie der 50er Jahre, CCD Galerie Düsseldorf
  • 1985 Aufbaujahre – 3 Fotografen: Fritz Eschen, F.C. Gundlach, Otto Borutta, Berlinische Galerie, Berlin
  • 1985 Das Selbstportrait im Zeitalter der Fotografie, Musee Cantonal Lausanne u.a.O.
  • 1985 50 Jahre moderne Farbfotografie 1936-1986 Photokina Köln
  • 1993 Berlin en Vogue, Berlinische Galerie, Berlin; Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Photomuseum im Stadtmuseum München
  • 1995 Bildermode, Modebilder. Deutsche Modefotografie 1945-1995; Kunstbibliothek Berlin; Kunsthalle Bremen;1996 Guinnes-Hopestore Duplin; Corgin Gallery Washington; Bosten Art Institute 1997 Pat Hearn/Morris Healy Gallery New York; 1998 Mailand, Rom, Genua; Tokyo; Peking, Seoul; Singapore; 1999 Nowosibirsk; Omsk; Petersburg u.a.O.
  • 1996 Twen; Stadtmuseum Münschen; Kunsthaus Hamburg u.a.O.
  • 1997 Someone else with my fingerprints, David Zwirner Gallery New York; Hamburg, Zürich u.a.O.
  • 1999 Wohin kein Auge reicht, Deichtorhallen Hamburg
  • 2000 Mode – Körper – Mode, 100 Jahre Modefotografie, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
  • 2001 Helmut Newton Work, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg


Quelle: www.fcgundlach.de

Professor Gundlach ist eine herausragende Persönlichkeit, dessen Wirken bis in die Gegenwart in verschiedensten Medien (u. a. in Fernsehberichten zuletzt „Bilderbogen“ des HR, Kultursendung „ttt“ des ZDF) auch für die Bewohner seiner Heimatgemeinde stets lebendig geblieben ist. In guter Erinnerung ist auch noch die von ihm selbst in Heinebach präsentierte Sonderausstellung „Die Pose als Körpersprache“ seiner bekanntesten Kunstwerke der Fotografie vom 30.10. bis 14.11.2004 . Mit 82 Jahren wirkt er noch unermüdlich für die Fotographie. So hat er in den vergangenen Jahren verstärkt an seiner Biographie gearbeitet, die in diesem Jahr erschienen ist und sein Lebenswerk darstellt.

Wo immer er sich rund um den Globus aufhielt, sprach und spricht er stets gern über seine Heimatgemeinde Alheim - Heinebach zu der ihn auch noch zahlreiche Kontakte verbinden (u. a. mit dem Verein für Fotografie und Kultur Alheim).

 

Pressebericht

 

Als Dank und Anerkennung wurde F. C. Gundlach am 30.10.2008 als Ehrenbürger der Gemeinde Alheim auf Grundlage eines Beschlusses der Gemeindevertretung mit folgendem Wortlaut: „Die Gemeinde Alheim würdigt das Engagement von F. C. Gundlach bis ins hohe Alter für seine Heimatgemeinde, die er nie vergessen hat. Als Anerkennung seiner besonderen Verdienste, die er sich um das Wohl seiner Heimatgemeinde erworben hat, verleiht die Gemeindevertretung der Gemeinde Alheim Herrn Professor Franz Christian (genannt F. C.) Gundlach die Ehrenbürgschaft der Gemeinde Alheim, gemäß § 28 Abs. 1 HGO“ ausgezeichnet.


Die Auszeichnung wurde im Rahmen einer Ausstellungseröffnung „F.C. Gundlach – Das fotografische Werk“ im Rathaus der Gemeinde Alheim überreicht.