Schriftgröße ändern:
normal  groß  größer 
 
 

Siegel DNP 2016_1

 

 

BNE Auszeichnung Kommune 2016

 

UNESCO-Weltaktionsprogramm

Teilen auf Facebook   Drucken
 

DEMO-Kommunalfuchs 2009

Fuchs Urkunde

 

Fuchs

Alheim. Es ist wieder einmal ein großer Tag für die Gemeinde Alheim. Anlässlich des 60sten Geburtstages der größten Kommunalzeitung Deutschlands, der DEMO, wurden in Berlin die Sieger des bundesweit ausgeschriebenen DEMO-Wettbewerbs für den Kommunalfuchs 2009 bekannt gegeben. Und die Freude bei Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke war riesengroß, denn die Gemeinde Alheim mit ihrer nachhaltigen Gesamtausrichtung konnte alle fünf Kriterien intelligenter Kommunalpolitik erfüllen, d. h. beteiligend, effizient, nachhaltig, sozial und vernetzt, und erhielt hierfür den DEMO Kommunalfuchs 2009.

 

In Willy Brandts legendärem Rathaus Schöneberg würdigte Oberbürgermeister a. D. Dr. Gerhard Langemeyer in seiner Laudatio die Gemeinde Alheim für ihre kommunalpolitische Gesamtstrategie und führte aus, dass sich in der heutigen Zeit die Kommunen immer mehr modern und nachhaltig aufstellen müssen, wo Tradition und Innovation, Generationen übergreifende Bildung und breite Beteiligung, Umweltschutz und nachhaltiges Wachstum zusammen passen und vorgelebt werden.

Das beweise die 5.300-Einwohner Gemeinde Alheim im mittleren Fuldatal im nordhessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit ihrer beeindruckenden kommunalpolitischen Gesamtstrategie für „lebenslanges Umweltlernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung als tragfähiges Leitbild und Struktur stärkender Faktor für die Gemeinde und die Region.“

Alheim biete heute in seinen zehn Ortsteilen eine vielfältige Infrastruktur für Leben und Arbeiten an. Die KiTas haben ein vorbildliches, nachhaltiges Betreuungsangebot von 7.30 Uhr bis 17 Uhr für Kinder vom ersten bis zehnten Lebensjahr, aber auch durch das Alheimer Programm für Wohnraumförderung „Jung kauft Alt“ sowie die Stärkung der Daseinsvorsorge über die Etablierung einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis, einer Gesundheitsschule, gezielte ÖPNV-Angebote und aktive Jugend- und Seniorenarbeit und vieles Weitere mehr mache die Gemeinde auf ihr breites, nachhaltiges Handeln aufmerksam, führte Langemeyer aus.

Gemeinsam mit den beteiligten Bürgern, werden Kinder durch Umweltlernen und nachhaltige Bildung gefördert, z.B. durch das ökologische Schullandheim und Umweltbildungszentrum Licherode, den Wald-Wunder-Weg in Licherode, den Wassererlebnispfad im Gudegrund, den Bergbau-Erlebnispfad in Oberellenbach sowie den in der ZubRA auf den Weg gebrachten Energielehrpfad von Alheim nach Bebra, der u. a. die Solarparks in Heinebach, Oberellenbach und Hergershausen, die Riedmühle mit ihrem neuen Wasserrad, das Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien in Heinebach, die Biogas- und Hackheizschnitzelanlagen sowie die Strom erzeugende Straßenbeleuchtung und diverse Nahwärmesysteme sowie Strom- und Wärmeerzeuger in Nachbarkommunen miteinander verbinden soll und vorstellt.

So sollen in Alheim bis zum Jahr 2015  80 Prozent des privaten Energieverbrauchs durch Erneuerbare Energien gedeckt werden, wobei schon heute weit über 70 Prozent erreicht seien. Dazu dienen die o. g. Anlagen sowie die intensive energetische Sanierung kommunaler Bauten wie der KiTa „Haus der kleinen Füße“. Vorbildlich sei zudem, dass gemeinsam mit dem Schullandheim und Umweltbildungszentrum Licherode die Kinder durch Senioren-Umwelttrainer an Naturschutz- und Umweltthemen mit Stromerzeugung über Photovoltaiktechnik herangeführt und sensibilisiert werden. Abgerundet werde die Ausrichtung auf eine dezentral-erneuerbar-orientierte Energiepolitik durch den Aufbau eines wissensbasierten Arbeitsmarktes, der junge Fachkräfte mit Familie in die Region bringen soll. Unterstrich Dr. Gerhard Langemeyer in seiner Laudatio.

„Über den Ort hinaus führt eine intensive regionale Zusammenarbeit“, so Langemeyer weiter. „Einmal mit dem Verein „Pro Region Mittleres Fuldatal e.V.“, der u. a. Erneuerbare Energietage und -Messen veranstaltet, sowie in der Zusammenarbeit von Bebra, Rotenburg a. d. Fulda und Alheim (kurz ZuBRA genannt). Schließlich hat Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke einen Beschluss des Kreistags mitinitiiert, dass bis 2030 der Energiebedarf nur erneuerbar gedeckt wird“.

Bei alledem werde versucht, die Kinder, aber auch die Eltern vor Ort an der Entwicklung einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Gesamtstrategie für die Gemeinde zu beteiligen. Dabei enthält das von der Landesregierung und der „Deutschen Bundesstiftung Umwelt“ (DBU) geförderte Bildungskonzept vier Handlungsfelder: 1. „Bildung, Energie und Klimaschutz“, 2. „Bildung und naturbewusster Tourismus“, 3. „Bildung, Gesundheit und gesunde Ernährung“ sowie 4. „Generationenübergreifende Bildungsangebote“. Für all die obigen Konzepte wurde die Gemeinde Alheim Anfang 2008 von der UNESCO offiziell zur „Kommune der UN-Weltdekade für Nachhaltige Bildung 2008/2009“ erklärt.

„Die erfolgreiche Teilnahme an vielen weiteren Wettbewerben wie „Unser Dorf“, der „Expo 2000“, „Kinder im Dorf – Dörfer für Kinder“ oder „Deutscher Solarpreis 2007“, „Klimaschutzkommune 2007“ tragen die positiven Botschaften hinaus und werben dafür, dass – so wie diese kleine Gemeinde im früheren Zonenrandgebiet - auch andere kleine Kommunen ihr Geschick gemeinsam, nachhaltig und innovativ in eigene Hände nehmen können“, so der Laudator.

„Die Gesamtstrategie der Gemeinde Alheim ist beteiligend – effizient – nachhaltig – sozial und vernetzt und erfüllt damit sämtliche der fünf Kriterien intelligenter Kommunalpolitik. Stellvertretend für die ganze Gemeinde erhält daher Bürgermeister Georg Lüdtke den „DEMO-Kommunalfuchs 2009“ für eine kommunalpolitische Gesamtstrategie“, stellte Oberbürgermeister a. D. Dr. Gerhard Langemeyer abschließend fest.