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Deutscher Solarpreis 2009

Solarplakette2009

 

Deutsche Solarpreisplakette für Kita - "vorbildliche energetische Modernisierung"


19.10.09 - ALHEIM - Riesenfreude in der Kindertagesstätte „Haus der kleinen Füße“ und in der Gemeinde Alheim (Kreis Hersfeld-Rotenburg). Die Kindertagesstätte im Alheimer Ortsteils Heinebach wurde anlässlich der Übergabe der Deutschen Solarpreise im Karlsruher Rathaus am vergangenen Samstag mit der Deutschen Solarpreisplakette in der Kategorie - Schulen und Bildungseinrichtungen - für die vorbildliche energetische Modernisierung ausgezeichnet.

Bei der Übergabe der Plakette an Bürgermeister Georg Lüdtke in Beisein des planenden Architekten Heinz-Wilfried Jähnert, würdigte der Präsident von EUROSOLAR und Träger des Alternativen Nobelpreises MdB Dr. Hermann Scheer die zielorientierte nachhaltige Ausrichtung der Gemeinde Alheim im Bereich der Erneuerbaren Energien. Lobend führte er aus, dass nicht nur die Erneuerbare Energiegewinnung, sondern auch in der Breite für jung und alt eine vorbildliche Bildungsarbeit in den Kindertagesstätten gemeinsam mit Senioren-Umwelttrainern des Umweltbildungszentrums Licherode durchgeführt werden. Diese zielorientierte Netzwerkarbeit in der Gesamtregion Mittleres Fuldatal und weit darüber hinaus, ausgehend von der Gemeinde mit ihrem aktiven Bürgermeister Georg Lüdtke, beginnend in den Kindertagesstätten, sei beispielhaft.

Dr. Franz Alt, Publizist (www.sonnenseite.de) gratulierte Bürgermeister Georg Lüdtke und Architekt Heinz-Wilfried Jähnert für die hochkarätige Auszeichnung als Lohn für die beispielhafte Ausrichtung Alheims. Mit der Auszeichnung der Plakette Deutscher Solarpreis 2009 für das Projekt: Energetische Modernisierung KiTa Heinebach „Haus der kleinen Füße“ würdigt EUROSOLAR und die Jury das vorbildliche Engagements des Preisträgers, denn 2007 erhielt die Gemeinde Alheim den Deutschen Solarpreis in der Kategorie – Städte/Gemeinden, Landkreise und Stadtwerke.

Bürgermeister Georg Lüdtke bedankte sich bei der Jury und dem Präsidenten von EUROSOLAR Dr. Herrmann Scheer sowie bei Dr. Franz Alt für die hohe Auszeichnung und ging in knappen Worten auf die „Meisterleistung“ der Energetischen Modernisierung der Einrichtung ein. Er wies darauf hin, dass wesentliche finanzielle Grundlage der Modernisierungsmaßnahme das Konjunkturprogramm I/II von Bund und Land Hessen gewesen sei. Würden manche Kommunen noch an Umsetzungsplänen der Konjunkturprogramme schmieden, sei in Alheim von den politisch Verantwortlichen, dem Architekten H.-W Jähnert, den Handwerkern und gemeindlichen Bauhof/amt schier unmögliches geleistet worden. Innerhalb von nur 5 Wochen in den Sommerferien 2009 wurde ein Volumen von 3.575 m³ umbautem Raum und 650 m² Nutzfläche energetisch sowie funktional mit einem Kostenaufwand von ca. 580.000 Euro mit Konjunkturfördermitteln von Bund und Land Hessen ausgebaut und grundsaniert, sowie zusätzlich die Außenanlage neu gestaltet.

Modernste Baustoffe wurden bei der energetischen Modernisierung und Sanierung eingesetzt. So erhielt die Einrichtung - im Zuge einer Aufstockung - neue Räume in einer Größe von 150 qm. Dazu wurde ein Holzbausystem gewählt, was aus ökologischen Gesichtspunkten und der Winddichtigkeit mit vorgefertigten Massivholz Decken- und Wandelementen (Magnum-Board), - eine Weiterentwicklung des Holzständerbaus – besteht, und hervorragende Eigenschaften in den Bereichen Wärme-, Schall- und Brandschutz analog von 0-Energiehäusern vorweist. Zudem wurde die alte wie auch neue Gebäudehülle mit 3-fach verglasten Fenstern und einem Wärmedämmverbundsystem versehen, winddicht gemacht und Kältebrücken beseitigt. Dadurch verbessert sich die Qualität der Gebäudehülle (Primärenergiebedarf „Gesamtenergieeffizienz“) von über 200 kWh/(m²*a) auf knapp 79 kWh/(m²*a), um defacto 72%.

Ziel war es, über die energetische Modernisierung die Einrichtung dem aktuellen Stand der Technik anzupassen und somit fit für die Zukunft zu machen. Alle heute durchgeführten Maßnahmen wirken sich jahrzehntelang aus. Daher reduziert die energetische Modernisierung und Sanierung des ca. 40 Jahre alten Baukörpers der Kindestagesstätte „Haus der kleinen Füße“ ihre Energiekosten dauerhaft auf ein Drittel der bisher benötigten Energie. Mit dem energetischen Ausbau der Kindertagesstätte „Haus der kleinen Füße“ leiste die Gemeinde Alheim einen weiteren Beitrag auf dem Weg zur 100%-Kommune, so Bürgermeister Lüdtke.