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Bürgerinformationsveranstaltung „Nahwärme- und Breitbandausbau“

Alheim, den 19.09.2018

 

 

Die starke Trockenheit lässt die Auswirkungen des Klimawandels auch für Nordhessen fühlbar werden. Grund genug die Energiewende in Alheim weiter voran zu treiben. Der Strom für die Gemeinde kann durch den starken Photovoltaikausbau schon fast vollständig erneuerbar produziert werden – jetzt muss die Wärmeversorgung angefasst werden. Wärmeversorgung basierend auf erneuerbaren Energien mit einer Nahwärmeversorgung – das schafft die Gemeinde Hallerndorf bei Forchheim bereits in zwei von acht Ortsteilen.

 

Auf der Bürgerinformationsveranstaltung

 

am 25.09.2018 um 19:00 Uhr im Heinebacher Haus der Generationen

 

wird der Bürgermeister der Gemeinde Hallerndorf, Torsten Gunselmann, von seinen Erfahrungen ihrer bürgerorientierten Nahwärmeprojekte zu berichten.

 

Könnte so ein Nahwärmetz auch in Heinebach realisiert werden?

 

Heinebach hat zwar schon ein kleines Nahwärmenetz, das von der von der Biogasanlage gespeist wird, aber das steht hauptsächlich dem Gewerbegebiet zur Verfügung. Eine Ausweitung des Nahwärmenetzes für die Privathaushalte unter Einbindung ergänzender Technologien, wie z.B. einem Solarthermiefeld, wäre ein ganz neues Vorhaben. Nahwärmenetze können Kostenvorteile im Vergleich zu einer dezentralen erneuerbaren Versorgung erzielen. Außerdem fallen für die Haushalte die regelmäßigen Wartungsarbeiten an der eigenen Heizungsanlage weg und es kann mit einem Mal ein ganzes Gebiet auf erneuerbare Wärme umstellen.

 

Dänemark macht vor, wie die Wärmewende durch erneuerbare Nahwärme gelingt, aber auch z.B. die Bodenseeregion, unterstützt durch die Firma Solarkomplex, hat schon viele Ortschaften umgestellt. In Hallerndorf hat die Firma Naturstrom die Initiative als Generalunternehmer begleitet, in dem zweiten Dorf haben die Bürgerinnen und Bürger das Projekt komplett selbstständig gestemmt. Zentral ist hier immer die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft, die Entscheidungen trifft und die Geschäfte leitet. Technisch setzt Hallerndorf auf die Einbindung von Solarthermie. Eine Solarthermieanlage mit einer Kollektorfläche von 1300m² am Rande der Ortschaft zusammen mit 5 Hackschnitzelanlagen und einem 85.000 Liter großen Pufferspeicher versorgen im ersten Bauabschnitt bereits 95 Haushalte komplett mit Wärme. Die Hallerndorfer leisten so einen großen Beitrag zum Klimaschutz – 190.000 Liter Heizöl jährlich müssen nicht mehr verbrannt werden.

 

Zurzeit werden unverbindlich durch die Universität Kassel einige technologische Konzepte für Heinebach entwickelt, um die Entscheidungsgrundlage für die Heinebacher Bevölkerung vorzubereiten. Die Gemeinde Alheim kooperiert mit der Universität Kassel, um ein Konzept für ein „energieautarkes Alheim“ – möglichst viel Strom und Wärme soll lokal durch erneuerbare Energien produziert werden – zu erarbeiten. Hier war die Idee entstanden, das bereits bestehende Heinebacher Nahwärmenetz für den Ortsteil zu erweitern und neben der Biogasanlage weitere, erneuerbare Energieträger einzubinden, um eine erneuerbare Vollversorgung für möglichst viele Haushalte zu ermöglichen.

 

„Nahwärme und Breitbandausbau gehört für mich zusammen. Wenn wir die Straße aufgraben, sollte gleich beides verlegt werden“, begrüßt Bürgermeister Lüdtke die Idee einer erneuerbaren Wärmeversorgung. Die Optionen zum Breitbandausbau in Heinebach wird Bürgermeister Lüdtke auch auf der Bürgerinformationsveranstaltung vorstellen.

 

Es verspricht also am 25.09.2018 ein spannender Abend zu werden – Nahwärmenetz und Breitbandausbau in Heinebach.

 

Foto: Einladung zur Bürgerinformationsveranstaltung