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Deutsche Kart-Meisterschaften - ein Wechselbad der Gefühle

Alheim, den 01.11.2017

Vom 13.10 bis zum 15.10.  sowie vom 20.10 bis zum 22.10.2017 fanden die beiden alljährigen Deutschen Meisterschaften im Jugend-Kart-Slalom statt. Luca Nappi, Fahrer des MSC Braach hatte sich für beide Rennen großes vorgenommen. Einerseits seinen Titel als Bundesendlaufsieger (Deutsche Meisterschaft des ADAC) zu verteidigen, als auch erstmalig die deutsche Meisterschaft des DMSJ (Deutsche Motorsport Jugend) zu gewinnen. Es sollten zwei spannende Rennwochenenden werden ...

 

Beim Bundesendlauf (bestehend aus einem Probelauf und zwei gewerteten Wertungsläufen), dem ersten der beiden Rennen, ging Luca Nappi als letzter Starter und Mitfavorit ins Rennen. Schon im Probelauf zeigte Luca Nappi seinen Speed und setzte ein dickes Ausrufezeichen. Leider unterlief Luca im ersten Wertungslauf ein kleiner technischer Fehler, weshalb er bei schlechten Gripverhältnissen für einen kurzen Moment das Heck seines Karts verlor und dadurch mehrere Pylonen schmiss, die ihm 12 Strafsekunden kosteten und eine gute Platzierung somit zunichtemachten. Im zweiten Wertungslauf fuhr Luca dann befreit auf und konnte zum Trost noch den Preis für die schnellste Einzelfahrzeit in seiner Klasse sichern. Gereicht hat es leider nur für den 50. Platz.

 

Eine Woche später dann die deutsche Meisterschaft des DMSJ (Veranstaltung über zwei Tage, mit jeweils einem Probelauf und zwei Wertungsläufen), die ein wahres Wechselbad der Gefühle werden sollte...

 

Nach dem missglückten Wochenende zuvor wollte Nappi nun zeigen aus welchem Holz er geschnitzt ist und den Titel als deutscher Meister einfahren.

 

>Doch auch hier unterlief ihm im ersten der vier Wertungsläufe ein Fahrfehler, weshalb er nach der ersten Runde nur auf Platz 29 lag. Ein Hauch von Enttäuschung war in Lucas Antlitz zu erkennen, doch statt den Kopf zu senken, hieß die Taktik für die kommenden drei Wertungsläufe: Durch schnelle und fehlerfrei Läufe vorfahren. Luca ging nämlich als Hessenmeister an den Start, was bedeutet, dass seine Endplatzierung ausschlaggebend für die Länderwertung war, die das Land Hessen als Meister nach dem letzten Jahr erfolgreich verteidigen wollte. Schadensbegrenzung betreiben und mit etwas Glück noch in die Top 10 fahren hieß nun das neue Ziel.

Doch es sollte alles anders kommen. Im zweiten Wertungslauf fuhr Luca eine unfassbare Rundenzeit, die mit Abstand schnellste Tageszeit von 31,15 Sekunden aller Klassen, die zirka 1,5 Sekunden schneller war als die durchschnittliche Rundenzeiten in seiner Klasse von 33,00 Sekunden. Kommentator, Zuschauer und Trainer feierten Luca frenetisch nach diesem Lauf. Nachdem er aus dem Kart ausgestiegen ist, war nichts mehr zu spüren von Enttäuschung, ganz im Gegenteil! Nappi hatte Blut geleckt, der zehnte Platz war jetzt in greifbarer Nähe und nicht mehr unrealistisch, bessere Platzierungen gar in Aussicht. Von seinem 2,4 Sekunden Rückstand, bedingt durch 4 Strafsekunden, auf die Spitze waren nur noch 1,7 Sekunden verblieben. Nappi holte in diesem Wertungslauf sagenhafte 14 Plätze auf und beendete den ersten Tag als 15. im Gesamtklassement.

 

Der zweite Tag sollte ähnlich spektakulär werden. Den dritten Wertungslauf fuhr Nappi ähnlich rasant und verbesserte sich auf den anfänglich auserkorenen zehnten Rang, trotz seiner vier Strafsekunden. Mit nur einer Pylone, also zwei Strafsekunden, wäre Luca nach dem ersten Lauf sogar Führender mit einem Vorsprung von zwei Zehntelsekunden auf den Zweitplatzierten. Dies motivierte Nappi umso mehr für den alles entscheidenden letzten Lauf. Platz 5 war mit 0,7 Sekunden Rückstand in nicht allzu weiter Ferne, bei einem Patzer der vor ihm liegenden gar das Podest. Luca setzte noch einmal alles auf eine Karte, doch das Glück blieb ihm leider verwehrt, da er sich eine weitere Pylone einfuhr und nun insgesamt 6 Strafsekunden auf seine Gesamtzeit dazu addiert bekommen hat. Nichtsdestotrotz verbesserte sich Nappi mit dieser weitern Pylone letztendlich auf Rang 8, was zeigt, wie viel schneller seine Rundenzeiten im Vergleich zu den anderen Fahrern aus ganz Deutschland waren.

 

Für das Land Hessen hat es ebenfalls nicht ganz gereicht, am Ende wurde das Team dritter in der Länderwertung. Sowohl das Team, als auch Nappi sind bereits jetzt schon wieder top motiviert für die kommende Saison. Den ähnlich wie Nappi, fuhren die anderen Hessen ebenfalls schnelle Rundenzeiten, doch die Pylonen wurden auch den anderen Fahrern zum Verhängnis. Sollten Nappi, als auch die anderen Fahrer des Bundeslandes Hessen kommendes Jahr fehlerfrei durch den Parcours kommen, ist mit ihnen zu rechnen. Nicht umsonst ist das Land Hessen um Luca Nappi Mitfavorit in sämtlichen Meisterschaftsläufen. Man darf also schon gespannt auf die kommende Saison schauen, in der es dann wieder heißt: Angriff!

 

Ciro Nappi, Pressewart MSC Braach

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Deutsche Kart-Meisterschaften - ein Wechselbad der Gefühle