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BNE Auszeichnung Kommune 2016

 

UNESCO-Weltaktionsprogramm

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2. Phase des Wettbewerbs Zukunftsstadt, ausgelobt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Alheim, den 15.07.2016

Die Städte Bebra, Rotenburg a.d. Fulda und Alheim (ZuBRA) und die Gemeinden Ronshausen, Cornberg und Wildeck (ZuBRA+) weiter auf dem Weg in die Zukunftsstadt

 

ZuBRA geht in die 2. Phase des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“. Insgesamt 20 Kommunen wurden von einer Jury aus Experten ausgewählt mit Bürgern und Wissenschaft ihre Ideen für eine lebenswerte und nachhaltige Stadt oder Region (hier: ZuBRA) weiterzuentwickeln. Sie werden dabei durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Die Idee ist es, die in der ersten Phase entwickelte Vision ZuBRA 2030+ durch die Weiterentwicklung der identifizierten Projekte in den Handlungsfeldern zum Leben zu erwecken. In der zweiten Förderphase werden die installierten Arbeitsgruppen unter Einbindung der Wissenschaft die Projektideen weiter ausarbeiten und konkretisieren (Umsetzungskonzepte):

 

- ein ZuBRA-Managementkonzept

- ein Aktionsplan zur Umsetzung des Bildungsrahmenplans

- Konzepte und konkrete Umsetzungspläne für die Sanierungsprojekte einschließlich Nutzungskonzept und Betreibermodell

 

Ziele sind, dass

1. die Vision in einer Reihe von Workshops und Werkstätten unter Einbeziehung der wissenschaftlichen Partner in umsetzbare Handlungskonzepte überführt, notwendige Kontakte aufgebaut und erste Umsetzungsschritte eingeleitet werden.

2. bereits bestehende Aktivitäten und bürgerschaftliches Engagement sichtbar anerkannt und unterstützt werden. Dafür werden notwendige Strukturen interkommunal organisiert.

3. gleichartige und aufeinander aufbauende Aktivitäten in der Region besser abgestimmt, verzahnt und koordiniert werden. Dabei werden Potenziale zum Aufbau regionaler (interkommunaler) Angebote und Strukturen, ggf. Potenziale zur Qualitätssteigerung der Angebote genutzt.

4. insgesamt die Verwaltungsstrukturen zunehmend interkommunal aufgebaut werden, angeregt von dem Verwaltungszweckverband Rotenburg und Alheim.

 

Neben den angestrebten Lösungen zielt der Prozess auf eine Reihe von Wirkungen, die bereits in Phase 1 spürbar wurden (vgl. Bericht zu Phase 1): Aufbau einer tragfähigen Vertrauensbasis für eine langlebige Kooperation, abgestimmte Entscheidungen und gemeinsames Handeln, Integration umliegender Kommunen, Förderung eines „Wir-Gefühls“ und Schaffung von Transparenz. Durch die Erarbeitung von positiven Zukunftsbildern und Handlungsmöglichkeiten werden Motivation und Eigeninitiative gefördert und Handlungsfähigkeit aller beteiligten Akteure gestärkt.

 

Zentraler Baustein ist der Prozess zur Aktivierung der Selbsthilfekräfte in der Region. Die Öffnung des Prozesses für weitere Handlungsfelder ist jederzeit möglich, sofern ausreichend Akteure aktiv werden und ihre Themen bzw. Vorhaben im Sinne der Vision, überwiegend selbstorganisiert weiterentwickeln.

 

Als wichtiges Element zur Stärkung der Selbsthilfekräfte ist die Vernetzung von Akteuren in der Region und überregional als Projektziel herauszustellen. Vernetzung ist Grundlage für ein gelingendes ZuBRA-Management und für Umsetzungserfolge in den Handlungsfeldern.

 

„Schon in seiner ersten Phase hat der Wettbewerb Zukunftsstadt viele Impulse für Veränderungen gesetzt. In den 51 teilnehmenden Kommunen wurden seit 2015 viele gute Ideen geboren: Beispielsweise wie Verkehrswege in Parkanlagen und Gemeinschaftsorte umgewandelt werden könnten, es sind neue Nachbarschaftskonzepte und Ideen für ein lebendigeres Stadtleben entstanden oder Gebäudekonzepte, die aus Abwasser klimafreundliche Energie gewinnen“, so die Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka. „Mit unserem Wettbewerb bringen wir die kreativen Ideen aus der Forschung mit den lokalen Bedürfnissen in den Städten zusammen. Die Wissenschaft verschafft den Menschen enorme Chancen, ihre Ideen für ein gutes Leben in den Städten zu verwirklichen. Ich bin mir sicher, dass die Städte, die sich nun für die zweite Runde qualifiziert haben, diesen Weg mit viel Elan und Kreativität weiter verfolgen werden.“

 

Die überzeugendsten Visionen werden nun in der aktuellen zweiten Phase des Wettbewerbs zu Plänen ausgearbeitet, die ab 2018 realisiert werden können. Die Kommunen erhalten dafür jeweils bis zu 200.000 Euro.

 

Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ ist eine Aktivität der ressortübergreifenden Innovationsplattform Zukunftsstadt der Bundesregierung. Partner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Deutsche Landkreistag.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.wettbewerb-zukunftsstadt.de

ZuBRA-Geschäftsstelle
Geschäftsführung für die 2. Phase Zukunftsstadt, Stadt Rotenburg a.d. Fulda und Gemeinde Alheim

 

 

Die Ergebnisse der 1. Phase sind im Überblick wie folgt:

Die Vision ZuBRA 2030+ ist die gelebte interkommunale Kooperation, die von „unten“ vorangetrieben und von „oben“ gewollt und unterstützt wird.

 

Im Jahr 2030

- ist Kooperation in der Region ALLTAG,

- fühlen sich (fast) alle Einwohner der Region als ZuBRAner,

- bürgerschaftliches Engagement ist vielerorts sichtbar,

- kann man in der ZuBRA-Region gut jung sein und alt werden,

- hat die Jugend in der ZuBRA-Region gute Perspektiven und finden Familien alles, was sie brauchen

- findet modernes Leben in alter Bausubstanz statt bzw. konnte alte Bausubstanz zu neuem Leben erweckt werden,

- wird BNE (Bildung f. Nachhaltige Entwicklung) in der ZuBRA-Region konsequent umgesetzt (für alle Lebensphasen).

 

Herausforderung und Ziel war und ist der Aufbau eines interkommunalen/regionalen Managements, das die Kooperation und die Umsetzung gemeinsamer Handlungsziele in Richtung nachhaltiger Regionalentwicklung ermöglicht und befördert, und das möglichst wirkungsvoll und ressourcenschonend. Die Struktur bzw. das Personal, das diese Struktur mit Leben füllt, hat zur Aufgabe, die Themenkomplexität der nachhaltigen Regionalentwicklung für die gesamte Region im Blick zu haben, die Akteure in den einzelnen Handlungsfeldern zu kennen und partizipativ Entwicklungs- bzw. Umsetzungsprozesse interkommunal zu managen.

 

Aus der Vielfalt der Handlungsfelder wurden zwei beispielhafte ausgewählt, in denen gezeigt wird, wie sich die Vision eines regionalen Managements umsetzen lässt. Entscheidend für die Auswahl waren die Relevanz der Themen, ihr Potenzial für die interkommunale Kooperation, ihre integrierende Funktion (auch Aspekte anderer Handlungsfelder werden aufgegriffen zur Nutzung von Synergieeffekten), bereits vorhandene Projektideen und vor allem viele Akteure aus Zivilgesellschaft und Bürgerschaft, die diese Idee bereits unterstützen - also insgesamt das Potenzial, effektiv regionales Engagement (Selbsthilfekräfte) zu aktivieren. Erfolgreich bearbeitet wurden die Handlungsfelder Wohnen/Bauen (einschl. Sanierung, Energieversorgung, Ausbildung des Handwerks) und Nachhaltige Bildung. In beiden Themenfeldern spielen zudem Partizipation und Engagement als Querschnittsstrategien des regionalen Managements eine bedeutende Rolle.

 

Erarbeitet wurde die Vision in drei ZuBRA-Werkstätten von Bürgerinnen und Bürgern, unterstützt durch das Zukunftsstadtteam der Projektpartner und Entscheidungsträger. Die Ergebnisse wurden in Form einer Sketchnote-Serie mit drei Visualisierungen zum ZuBRA-Management und zu den Handlungsfeldern Wohnen/Bauen/Sanieren und Bildung veranschaulicht.